PRESSEERKLÄRUNG (English below)
„Bekeris Bildungs-Spiel-o-mat“
Hintergrund:
Hamburg muss sparen, aber es wird nicht an idiotischen Bauprojekten gespart, sondern an der Bildung. Gerade hat Deutschland das schlechteste Pisa-Ergebnis eingefahren, aber egal, jetzt wird gekürzt und so sollen 16.5 Mio/Jahr eingespart werden. Was bekommt man für diese 16.5 Mio im Jahr?
Das bewährte und mehrfach ausgezeichnete GTS-Schulsystem, das einen Beitrag zur Chancengleichheit in der Bildung leistet. Dies soll nun komplett abgeschafft werden.
Das GTS-System sieht eine ganztägige Beschulung vor, bei dem über den Verlauf des Tages die Unterrichtseinheiten aufgebrochen sind, beschult wird von einem multiprofessionellen Team, das einander unterstützt. Entfällt es, so unterrichten Lehrer*innen am Vormittag und geben die Kinder am Nachmittag zur Aufbewahrung an die Erzieher*innen weiter.
Was das bedeutet, daran erinnere ich mich sehr gut. Wenn ich an mein eigenes Schulleben zurückdenke (von 7-13 Uhr in einem Kaff in Baden-Württemberg) erinnere ich mich vor allem wie müde, kaputt und ausgelaugt ich jeden einzelnen Tag war. Ich hätte mir einen Tag mit Lernpausen gewünscht, in dem man auch mal Ausruhen kann. Zum Glück, komme ich aus einer Akademikerfamilie, in der vor allem meine Mutter mit uns nachmittags noch Vokabeln paukte und Mathe erklärte.
Aber was ist mit den Kindern, deren Eltern dazu nicht in der Lage sind? Auch hier setzt das bewährte System an, GTS-Schulen liegen vor allem in wirtschaftlich benachteiligten Stadtteilen. So können gerade die Kinder gefördert und unterstützt werden, deren Eltern nicht bei der Bildung ihrer Kinder helfen können oder wollen.
Statt also weiter auf dieses soziale Bildungssystem zu setzen, soll in Zukunft wieder das Glück, in die richtige Familie geboren zu sein, über die Qualität der Bildung entscheiden. Sind Ressourcen und Engagement vorhanden, kann die Bildung der Kleinen mitübernommen werden, wer das Privileg nicht hat, bleibt auf der Strecke.
Über den Künstler LAPIZ:
Lebt inzwischen in Hamburg und hat sich das Malen in den Straßen von Dunedin (Neuseeland) selbst beigebracht. In Kapstadt (Südafrika) hat er in der Aids Forschung gearbeitet, die himmelschreienden sozialen Verwerfungen dort verarbeitete er durch künstlerische Statements im öffentlichen Raum. In seiner dritten Lebensstation Argentinien eignete er sich großflächige, technisch anspruchsvolle Stencilkunst an. Seine kritisch durchdachten Motive beschäftigt sich mit aktuellen sozialen und politischen Fragen.
Auflistung der angehängten Bilder:
- Bekeris-Bildungsspielomat-1_LAPIZ.jpg
- Bekeris-Bildungsspielomat-4_LAPIZ.jpg
Copyright:
Die beigefügten Bilder stehen zur Nutzung von Presse- und Medienvertreter*innen zur Verfügung. Hiermit wird darauf hingewiesen, dass bei Verwendung aller Bilder auf den Künstler LAPIZ hingewiesen werden muss. Die kommerzielle Nutzung ist untersagt, ebenso die Verfremdung und inhaltliche Veränderung der Bilder.
Kontakt:
=====================================================
PRESS RELEASE
„Bekeris‘ Education Pokie“
Idea: Relief print of a pokie machine. Background is the Hamburg city-government’s decision to abolish the social schooling system in Hamburg, thus letting luck decide over the quality of education.
About Lapiz:
LAPIZ is living in Hamburg, Germany, but taught himself to paint on the streets of Dunedin (New Zealand). In Cape Town (South Africa) he worked on HIV and the shocking social contrasts were processed via public interventions. While living in Buenos Aires (Argentina) he started painting huge technical stencils.
His colourful and intelligent works reflect on social, political and current issues.
Attached images:
- Bekeris-Bildungsspielomat-1_LAPIZ.jpg
- Bekeris-Bildungsspielomat-4_LAPIZ.jpg
Copyright:
The attached images are available for use by press and media representatives. Please note that whenever any of the images are used, credit must be given to the artist LAPIZ. Commercial use is prohibited, as is any alteration or modification of the images’ content.
Contact:

